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(Blau Gold Hagen Sportkegeln) |
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Blau Gold ohne Punktgewinn in Eschweiler
Am 15. Spieltag der NRW-Liga begaben wir uns auf den Weg nach Eschweiler um den letzten Strohhalm zu packen und unsere Mini-Minimalchance auf den Aufstieg zu erhalten. Dazu musste mindestens ein Punkt her, wenn nicht sogar ein Sieg. Das mit dem Sieg konnte man schon mal getrost vergessen, denn bei gefühlten eine Million 3:0-Siegen in Folge wäre dies eine Reise ohne Wiederkehr geworden. Das mit dem Punkt war da schon wahrscheinlicher. Das der Zusatzpunkt in Eschweiler nicht nur ein Mythos ist hatten wir letztes Jahr erfahren, als uns die Mannen aus dem alten Rathaus denkbar knapp mit 30 Wertungen nach Hause schickten.
Im ersten Block versuchte sich die bewährte Startformation Raphael Kerkhoff und Matthias Simon gegen Henk Lardenoye und Yves Donckers. Von Beginn an entwickelte sich ein spannendes Duell zwischen den Henk, Yves und Matthias. Raphael stieß Bahn 1 übel auf und er war mit 170 sofort abgehängt. Trotz einer guten Leistung auf den nächsten drei Bahnen blieb er bei 760 (3) hängen. Henk hatte sich zur Halbzeit einen knappen Vorsprung rausgearbeitet, Yves und Matthias lagen gleichauf. Mit etwas Glück hielt sich Matthias auf Bahn 1 im Spiel und hatte die gute Bahn 2 zum Schluß. Auf den letzten 30 Wurf haderte Henk mit vielen 8-ern und auch Yves kam nicht mehr richtig vom Fleck. So gelang es Matthias mit der finalen Rettungs-Neun im 29. an Yves vorbeizukommen. Schlussendlich landete Henk bei 823 (12), Yves bei 812 (9) und Matthias bei 817 (10).
Der zweite Block sah dann das Duell von Marcus Witte und Jürgen Hoppmann für Hagen und Daniel Reiser und Renè Felten für Eschweiler. Zunächst war dieser Block auch recht ausgeglichen bis Marcus und Jürgen den anspruchsvollen Bahnen Tribut zollen mussten. Beide spielten die meiste Zeit gut, hatten aber letztendlich zu viele Fehler in ihrem Spiel und reihten sich am Ende des Tableaus ein. Nach 120 Wurf erzielte Jürgen 735 (1) und Marcus 740 (2). Aber auch die Mannen aus Eschweiler hatten zu kämpfen. Auf den nicht gerade fallwilligen Bahnen taten sich Renè und Daniel sichtlich schwer. Doch letztlich konnten Renè und Daniel über den Kampf den Block für sich entscheiden und beendeten das Spiel mit 792 (5) bzw. 800 (8).
Nach zwei Blöcken hatten wir immerhin schon mal 3 Wertungen auf unserer Seite und zwei Gästezahlen die nicht unerreichbar waren.
Im letzten Block versuchten sich die beiden Eschweiler-Spezialisten Kai Girke und Benjamin Schulz gegen den starken Schlussblock in Person von Sascha Winkler und Stefan von Broich. Kai und Benni hatten bisher im Durchschnitt die besten Leistungen gezeigt und somit war die Messe noch nicht gelesen. Nach 60 Wurf musste man sich verwundert die Augen reiben. Kai (396) und Benni hatte knapp 403 Halbzeit, während Sascha (394) und Stefan(377) liegen hatten. Der Zusatzpunkt packte schon mal seine Sachen zusammen und wollte sich gerade auf den weg nach Hagen machen, da kam die dritte Bahn. In einer beeindruckenden Manier kam Stefan auf 236 auf Bahn 4 und Sascha spielte ebenfalls über 220 auf Bahn 2. Unnachahmlich war dabei die Art wie Sascha fünf oder sechs Kränze im Räumen warf. Zur gleichen Zeit kam Benni nicht richtig in Tritt und Kai kam auch nur schwer hinterher. Aber noch war nichts verloren. Immerhin musste Stefan 207 auf Bahn 1 werfen und Sascha brauchte 219 auf Bahn 3 um Matthias noch zu bekommen. Dazu kam dass Benni „nur“ 213 auf Bahn 2 brauchte um noch ein paar Wertungen abzugreifen.
Aber daraus wurde leider nichts. Stefan blieb zwar mit 187 noch unter 800 trotz der wahnsinnigen Bahn 4 und erreichte 798 (7), aber weder Kai noch Benni konnten daraus Kapital schlagen. Benni kam gar nicht zurecht und spielte 774 (4) während Kai mit 797 (6) denkbar knapp an Stefan und Daniel scheiterte. Da war es dann ohne Belang dass sich Sascha mit 219 noch an Matthias vorbeischob und 819 (11) erreichte.
Letztlich hat Eschweiler den 3:0 Sieg verdient, aber 52:26 spricht eine deutlichere Sprache als es in Wirklichkeit war. Läuft es auf den letzten 60 Wurf etwas besser für uns geht das Spiel 2:1 aus und wir hätten eine 31-Spiele andauernde Serie durchbrochen. Man hat gesehen dass man auch im alten Rathaus auf zählbares kommen kann und die Jungs auch nicht unverwundbar und frei von Fehlern sind. Aber das zählt alles nicht.
Somit bleibt uns eine schwierige Denksportaufgabe erspart, denn unserem Punkt in Eschweiler hätte ein Sieg in Holten folgen müssen und wie man das hätte anstellen wollen ist nicht so ganz klar.
Der Zweikampf zwischen Holten und Eschweiler dauert aber weiter an. Sollte Paffrath 2 keine adäquate Unterstützung von oben erhalten gehen die drei Punkte mit nach Holten und der Kampf um die zweite Liga wird in Neheim entschieden. Es bleibt spannend...
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Autor: deho
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Artikel
vom 06.02.2008, 15:32 Uhr
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