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(Phönix Hagen) |
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Keine Chance gegen größere Rotation und Athletik.
Als die Kräfte noch gleichmäßig verteilt waren, etwa bis zur 8. Spielminute, konnte der USC vor 1700 Zuschauern in der wie gewohnt gut gefüllten Hagener Ischelandhalle dagegenhalten. Vor allem, wenn man bedenkt, dass bei einigen Würfen und gut aussehenden Aktionen von Beran, Adeberg und Hodges in der Anfangsphase durchaus auch etwas Pech mit im Spiel war, konnte sich der 18:16-Zwischenstand bis dahin aus USC-Sicht sehen lassen. - Ab dann braute sich allerdings ein gewaltiges Hagener Gewitter zusammen, das bis Mitte des dritten Viertels mit unverminderter Wucht über dem USC-Team niederprasselte und gegen das vor allem die Defense der Gäste kaum ein geeignetes Mittel fand. Angefangen hatte alles mit dem frühen 3. Foul von Ben Beran (7. Min.), das ihn, den kämpferischen Mittelpunkt des USC-Spiels, zwangsläufig für einige Minuten auf die Bank verbannte. Hagen zog mit energischem Zwischenspurt auf 24:16 weg. Immerhin konnte Sebastian Adeberg per Dreier zum 24:19-Viertelstand noch verkürzen. Als dann zu Beginn des 2. Viertels der auch in Hagen weiter im Aufwind befindliche, kämpferisch wieder enorm starke Lenker und Defensespezialist Japhet McNeil ebenfalls eine kleine Verschnaufpause einberaumt bekam, wurde das Daume-Team von den mit sehr hohem Tempo agierenden Hagenern regelrecht überrannt. Hagen-Trainer Ingo Freyer konnte auf eine Rotation aus acht nahezu gleichwertigen Akteuren – immerhin kamen Spieler wie Fleetwood, Grothe und Dreesen von der Bank! - zurückgreifen, womit der Druck auf gleich bleibend hohem Niveau gehalten werden konnte. Oft schien es daher, als hätten die „Feuervögel“ bei ihren überfallartigen Angriffen einen Spieler mehr auf dem Platz. „Wir kannten das USC-Team anhand von DVD´s. Wir kannten insbesondere die Zonenpresse und waren darauf eingestellt. Unser Ziel war es, gegen die Presse jedes Mal zu punkten. Dies ist uns gelungen“, so der Hagener Trainer in der Pressekonferenz. Keine Frage, die USC-Problematik lag in der Defense. – im Angriff gab es immer wieder gute Szenen, anfangs durch Beran und Komarek, beide jeweils hervorragend von McNeil (4 Assists bereits nach dem 1. Viertel) in Szene gesetzt, im zweiten Viertel hatte Sebastian Dietz einige sehr beherzte Offensiv-Aktionen. Doch die guten Szenen im Angriff verpufften immer wieder, weil die Transition-Defense und generell die Verteidigung nicht wunschgemäß funktionierten. An der deutlichen Überlegenheit der Hagener im 2. und 3. Viertel ändert sich somit grundsätzlich nichts. Die größere Substanz, die Tiefe der Bank, führte nun immer häufiger zu Überzahlsituationen und infolgedessen zu zahlreichen freien Würfen aus der Distanz, aber auch zu 1 gegen 0-Situationen unter dem Korb. Am Ende steht dann zwangsläufig wieder eine sehr hohe Trefferquote aus dem Feld von 57 % auf Seite von Hagen – durchaus akzeptablen - 46 % der Heidelberger gegenüber. Gravierender war – erneut – der Unterschied in der Dreierquote (11/28= 39 % gegenüber 1/12=8 %). Erst nach dem 72:41 (25.) fand der USC wieder besser ins Spiel. Oliver Komarek (10 Punkte in diesem Abschnitt!) und Ben Beran spielten jetzt wieder stark im Angriff, weiterhin von Japhet McNeil mehrfach glänzend in Szene gesetzt. Wieso dieser am Ende offiziell lediglich 4 Assists hatte, bleibt rätselhaft und ist wohl eine Folge des in der Pro A – generell! – leider noch unzulänglichen Scoutings. Er hatte nach eigenen, beiläufigen Notizen 9 oder 10 Assists. – Wie auch immer: Am Ende stand jedenfalls ein hoch verdienter 113:82-Erfolg eines imponierenden Hagener Teams auf dem Papier.
Auch Trainer Torsten Daume konnte letztlich lediglich die Überlegenheit der Heimmannschaft anerkennen und konstatieren: “Es war ein Sieg der höheren Physis und Athletik. Die Hagener haben eine sehr gute Balance im Team (am Ende kamen 9 Hagener Spieler auf mehr als 13 Minuten Spielzeit) – und sind dadurch einfach schneller gelaufen. Wir konnten der Rotation eines Spitzensteams der Pro A heute nicht standhalten. Da kommt dann eben auf unserer Seite zuletzt immer ein Block oder Pass zu wenig – und Japhet McNeil steht gegen Spielende mit Krämpfen an der Freiwurflinie. Ich kann meinen Spielern auch heute kämpferisch keinerlei Vorwürfe machen. In der Offense haben sie zudem auch basketballerisch durchaus überzeugt.“ Und in der Defense? – Wird man weiterarbeiten. Ziel muss sein, im entscheidenden Augenblick näher am Mann zu sein. Vor allem am Werfer. Darüber hinaus, das Tempo mitgehen zu können. Also die Rotation auf ein höheres Level zu bringen. Stück für Stück. Das Team hat in der diesjährigen Pro A ohne Frage einen schweren Stand – dennoch gab es auch heute wieder ermutigende Lichtblicke: Sebastian Dietz hat einen weiteren erfreulichen Sprung gemacht, Oliver Komarek seine bisher zufrieden stellende Bilanz bestätigt, Japhet McNeil, Ben Beran (Double-Double!) und Sebastian Adeberg (10 Rebounds!) waren die gewohnt kämpferischen Vorbilder. Jibril Hodges fehlen noch die ersten zwei, drei Treffer in Folge von außen. Aufgeben gilt nicht! –
Die Gesamtbilanz stimmt beim USC bisher nicht – der Teamgedanke sehr wohl. Kann man beides noch rechtzeitig auf einen Nenner bringen? USC: Beran 20 (10 Reb.), Komarek 18 (2 Reb.), McNeil 15 (4 Ass. ?; 4 Steals), Hodges 11 (4 Ass.), Adeberg 7 (1 Dreier, 10 Reb.), Dietz 6, Hug 2, Debus 2, Hirschberg 1, Göhring. Hagen: Freeman 20, Griffin 17 (1 Dreier), Dreesen 16 (4), Spohr 12 (1), Fleetwood 10, Pryor 9 (1), M. Schwarz 9 (1), Grothe 9 (2), Kruel 7, Opitz 3 (1), Paulsen 1.
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Original-Pressemitteilung
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Artikel
vom 27.10.2008, 11:23 Uhr
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